Der IT-Markt ist selektiver geworden, nicht kleiner

Digitalisierung, Cloud, Plattformen, ERP-Modernisierung: Der Bedarf an IT-Expertise ist weiterhin hoch. Gleichzeitig vergeben Unternehmen weniger, dafür strategischere Projekte. Statt breiter Skillsets zählen klare Profile, nachweisbare Seniorität und ein schneller, messbarer Mehrwert. „Senior“ bedeutet dabei nicht mehr nur viele Jahre Berufserfahrung, sondern die Fähigkeit, Komplexität zu reduzieren und kompetente Entscheidungen zu treffen.

Warum der klassische Freelancer-Ansatz an Grenzen stößt

Der lange etablierte Ansatz „Ein Freelancer, eine Rolle, ein Projekt“ funktioniert in vielen Enterprise-Kontexten nur noch eingeschränkt. Aus Unternehmenssicht entstehen dabei strukturelle Risiken:

  • Abhängigkeit von Einzelpersonen
  • fehlende Vertretung bei Ausfall
  • begrenzte Skalierbarkeit
  • hoher Koordinations- und Abstimmungsaufwand

Auch KI, Automatisierung und LLMs beschleunigen Entwicklungsprozesse massiv. Das verändert jedoch nicht den Bedarf an Erfahrung, sondern verschiebt den Fokus. Inwiefern? Lass uns das genauer unter die Lupe nehmen.

Spezialisierung schlägt „Fullstack“

Fullstack Developer hatten lange Zeit ein starkes Standing. Heute ist die Bezeichnung oft zu unscharf. Unternehmen denken zunehmend problemorientiert, statt ausschließlich technologiezentriert. Gesucht werden konkrete Lösungsanbieter, zum Beispiel für ERP-Transformationen, Cloud- und Plattformarchitekturen, Legacy-Modernisierung oder Skalierungs- und Integrationsprobleme.

Gefragt ist heute weniger die reine Umsetzung oder eine möglichst breite Kenntnis zahlreicher Tools und Frameworks. Stattdessen legen Unternehmen deutlich mehr Wert auf ein tiefes Architektur- und Systemverständnis, auf die Fähigkeit, komplexe Systeme sauber zu integrieren, fundierte technische Entscheidungen zu treffen und diese klar mit Fachbereichen und Stakeholdern zu kommunizieren.

Warum günstige Einzelressourcen komplexe Projekte nicht lösen

In großen Organisationen geht es um mehr als Code. Governance, Abstimmung, Security, Compliance und Wissenstransfer spielen wichtige Rollen. Einzelne, kurzfristig gebuchte Freelancer können diese Anforderungen oft nicht abdecken. Deshalb verschiebt sich der Fokus vieler Unternehmen: Weg von kurzfristiger Kapazität, hin zu Stabilität, Kontinuität und zuverlässigen Ansprechpartnerinnen und -partnern. Langfristige Zusammenarbeit und verlässliche Setups gewinnen an Bedeutung. Aber bedeutet das, dass einzelne Software Freelancer immer weniger Chancen am Markt haben?

Nein. Die Tatsache, dass Unternehmen seltener einzelne Freelancer engagieren, kann dir sogar in die Karten spielen. Vorausgesetzt, du bist offen für andere Formen der „Einbindung“ in ein Unternehmen.  Wer sich klar positioniert, spezialisiert und bereit ist, in stabilen Setups zu arbeiten, bleibt gefragt. Stabil bedeutet dabei nicht 100% vor Ort und fixe Arbeitszeiten, sondern langfristig orientiert zu arbeiten. Statt Projekt-Hopping, solltest du dich auf deinen langfristigen Mehrwert für deine Kundschaft konzentrieren. Welche Expertise kannst du einbringen, die dem Unternehmen noch viele Jahre dienen wird?

Fazit

Für dich als Freelancer heißt das nicht weniger Freiheit. Der Mindset-Switch liegt hierin: Du baust ein starkes Fundament, auf dem deine Freiheit fußt. Wenn du dich als zuverlässige:r und kompetente:r Partner:in in Sachen Software positionieren kannst, dann können dir auch die aktuellen Marktveränderungen nichts anhaben.  

Wie du deine Positionierung als Senior Software Freelancer schärfst und gezielt passende Projekte anziehst, erfährst du im kostenlosen Whitepaper „Deine Positionierung als Senior Software Freelancer“.