Die Schattenseite wachsender Teams

Sobald Enterprise Projekte unter Druck geraten und neue Features sowie ambitionierte Deadlines aufeinandertreffen, reagieren viele Organisationen reflexartig. Sie erhöhen die Anzahl der Entwickler:innen. Das wirkt logisch, doch ohne klare Struktur verschärft diese Maßnahme häufig die bestehenden Probleme.

Die „Symptome“ zeigen sich schnell:

 

  • Teams verbringen mehr Zeit in Meetings als mit Code. Jede zusätzliche Person bringt neue Abstimmungen, Rückfragen und Synchronisationsrunden mit sich. Kalender füllen sich und Fokuszeiten verschwinden.

 

  • Entscheidungen verzögern sich: Wenn mehrere Personen mitreden, dauern Diskussionen per se länger. Fehlt dann auch noch ein klar definierter Entscheidungspfad, verzögern sich Entscheidungen umso mehr.

 

  • Das Risiko für Infoverlust steigt: Ohne klare Struktur verteilt sich Wissen über unterschiedliche Kanäle wie Ticketsysteme, Chats und Calls. Nicht alle Beteiligten haben denselben Informationsstand, sodass Lücken und Missverständnisse entstehen.

 

  • Ownership kann „schwammig“ werden: Wenn viele Personen gemeinsam zuständig sind, fühlt sich am Ende niemand wirklich verantwortlich.

Dadurch steigt der Koordinationsaufwand schneller als die tatsächliche Produktivität. Das Team wächst, aber der Output wächst nicht in gleichem Maße mit.

 

Warum Kommunikation exponentiell wächst

Mit jeder zusätzlichen Person erhöht sich die Anzahl möglicher Kommunikationsbeziehungen erheblich. Drei Personen stimmen sich in wenigen Konstellationen ab. Zehn Personen erzeugen bereits eine Vielzahl potentieller Austauschbeziehungen. Besonders in Enterprise Softwareprojekten mit komplexer Architektur, mehreren Stakeholdern und hohen Qualitätsanforderungen kann sich diese Dynamik massiv negativ auswirken. Deshalb sollten Projektleitende Skalierung nicht primär als Ressourcenfrage betrachten. Sie müssen vielmehr die Struktur und die Kommunikationsarchitektur aktiv gestalten.

 

Was erfolgreiche Teams anders machen

Erfolgreiche Enterprise Teams setzen bewusst auf Struktur. Sie definieren klare Kommunikationsachsen und reduzieren unnötige Schnittstellen. Nicht jede Person muss mit jeder anderen Person regelmäßig sprechen. Stattdessen etablieren sie gezielte Austauschformate mit klarer Zielsetzung.

Darüber hinaus legen sie eindeutige Entscheidungswege fest. Sie bestimmen klar, wer bei Architekturfragen entscheidet, wer Prioritäten setzt und wer Budgetverantwortung trägt.

Ein weiterer Erfolgsfaktor liegt im gezielten Einsatz erfahrener Senior Developer. Denn diese übernehmen nicht nur technische Aufgaben, sondern filtern Informationen, strukturieren Anforderungen und wirken als Multiplikatoren im Team. Das reduziert Komplexität und stabilisiert Prozesse.

Kurz gesagt: Ein Wachstumsprojekt ohne Kommunikationsdesign und ausreichend Senior Developer zu starten, kann am Ende zu einem frustrierenden Ergebnis führen.

 

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